Zittersieg und Kantersieg beim Ligaauftakt in Danndorf
Die neue Drittligasaison hat für uns mit zwei Siegen begonnen, wobei der erste deutlich knapper ausfiel, als uns lieb war. Bei unserem Heimwettkampf in Danndorf trafen wir am ersten Matchtag auf den SC 69 Rüningen und auf den Aufsteiger SV Brigitta Steimbke. Gegen Rüningen mussten wir bis zum letzten Schuss zittern und gewannen mit 3:2, gegen Steimbke ließen wir danach nichts mehr anbrennen und siegten mit 5:0.
In beiden Matches vertrauten wir auf dieselben fünf Schützen. Cheyenne Engelken schoss auf Position eins, danach folgten Lenjo Steinmann, Leon Herlemann und Bennett Warnstädt, und Hanna Engelken machte auf Position fünf den Schluss. Cheyenne und Hanna sind Warberger Eigengewächse, die zu dieser Saison vom Bundesligisten Ohligser SG zurück zur SSG Nord-Elm gewechselt sind. Leon gehört als hochengagierter Routinier und langjähriger Jugendschütze fest zu unserem Team, und Lenjo wurde 2025 in München Deutscher Meister. Bennett kam mit Rückenwind nach Danndorf, den er sich mit starken Ergebnissen im Testwettkampf gegen die Braunschweiger SG und bei der Deutschen Meisterschaft 2026 geholt hatte. Es war also ein absolut vielversprechendes Team, dass an diesem Sonntag in Rüningen an den Start ging.
Das Auftaktmatch der neuen Saison
Gegen Rüningen lief es aber zunächst alles andere als rund. Bei Cheyenne und Leon wollte anfangs gar nichts zusammenpassen. Leon startete mit einer 94 gegen die 99 von Christian Zierz und lag damit gleich fünf Ringe hinten, und auch Cheyenne fand nicht zu ihrem gewohnten Rhythmus. Auf der Anzeige sah es für beide düster aus. Bennett lieferte sich trotz starker persönlicher Leistung ein zähes Duell mit Michelle Boger, während Hanna ihren Vorsprung mit einer makellosen 100 in der zweiten Serie ausbaute und Lenjo sein Duell mit Thomas Krah gut im Griff hatte. Zur ungefähren Halbzeit lagen wir mit 2:3 zurück und vieles sprach dafür, dass es auf Bennett an Position vier ankommen würde.
Lenjo und Hanna brachten ihre Duelle schließlich sicher nach Hause, Lenjo siegte mit 389 zu 386 Ringen gegen Krah und Hanna mit 391 zu 379 gegen Edgar Steckel. Bennett und Michelle Boger lieferten sich derweil bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach drei Serien lag Bennett einen Ring vorn, doch Boger glich mit einer 97 in der Schlussserie aus, und weil beide bei 379 Ringen landeten, musste ein Stechen entscheiden. Das hätte das ganze Match entscheiden können, denn die Duelle von Leon und Cheyenne sahen zu diesem Zeitpunkt nach klar verlorenen Punkten aus.
Dann drehte Cheyenne jedoch auf. Aus dem Nichts startete sie eine große Aufholjagd, die ihr nach dem holprigen Beginn kaum noch jemand zugetraut hätte, und schob sich auf der Anzeige im Lauf der dritten Serie erstmals mit einem Ring vor Markus Peschel.
Bis zu ihrem allerletzten Schuss blieb offen, ob dieser knappe Vorsprung reichen würde. Mit einer 99 in der Schlussserie, der besten ihres Matches, brachte sie ihn über die volle Distanz und gewann mit 385 zu 382 Ringen. Das war der dritte Punkt und damit der Siegpunkt zum 3:1 für uns. Dass Leon sein Duell am Ende klar mit 376 zu 384 abgeben musste und Bennett sein Stechen verlor, änderte nichts mehr am 3:2. Auch in der Gesamtwertung lagen wir mit 1920 zu 1910 Ringen nur knapp vorn, und es war ein brutales Finish, das uns allen einiges abverlangt hat.
Durchmarsch gegen Steimbke
Nach diesem Kraftakt ging es gegen die Aufsteiger vom SV Brigitta Steimbke, und hier kamen wir deutlich besser in den Wettkampf. Cheyenne und Leon hatten sich gefangen, wie ihre Auftaktserien mit 99 und 96 Ringen zeigten, und Lenjo, Bennett und Hanna legten alle mit starken 97 Ringen los. Leon lieferte sich mit Alina Linderkamp zunächst noch ein ausgeglichenes Duell, spielte dann aber mit einer 98 und einer 99 in den letzten beiden Serien groß auf und gewann schließlich mit 386 zu 373. Hanna sicherte sich mit zwei 98er-Serien zum Schluss einen ungefährdeten Punkt gegen Tonja Altmann. Mit 390 zu 383 schoss sie das beste Einzelergebnis des Matches, so wie schon mit 391 gegen Rüningen. Sie war damit ergebnistechnisch die beste Nord-Elmerin des Tages.
Lenjo und Bennett ließen derweil gegen Stina Nietfeld und Kathrin Hestermann ebenfalls nichts anbrennen und siegten mit 386 zu 377 beziehungsweise 386 zu 379. Für Bennett gab es anschließend Lob von Trainer Ulf Gronde, der nach dem ersten Match einige Änderungen mit Bennett absprach, die dieser in der Folge konsequent umsetzte und so ein zweites Match Up klar gewinnen konnte. Auch Lenjo war über beide Matches solide geblieben und holte 2 wichtige Punkte für Nord-Elm.
Etwas enger wurde es nochmal bei Cheyenne. Nach zwei 99er-Serien lag sie klar vorn, musste in den beiden letzten Serien aber Federn lassen. Eine 93 zum Schluss ließ Caroline Branding schließlich noch auf 384 Ringe herankommen. Mit 387 Ringen behielt Cheyenne am Ende aber die Nase vorn. Alle fünf Duelle gingen damit an uns, und mit 1935 zu 1896 Ringen fiel auch die Gesamtwertung eindeutig aus.
Nach dem ersten Matchtag stehen wir damit bei zwei Siegen aus zwei Matches. Der Auftakt verlief nach Maß und hatte eine ordentliche Prise Dramatik, doch die Aufgaben werden nicht leichter. Am 29. November geht es in Wieckenberg weiter, wo mit dem SV Kaltenweide und dem SV Jeversen zwei voraussichtlich noch stärkere Gegner auf uns warten. Dieses zweite Wettkampfwochenende wird also ein echter Gradmesser, wie weit es in dieser Saison noch gehen kann.







